Träumen

Träumen bedeutet sehr viel mehr, als sich etwas vorzustellen. Es bedeutet, aktiv zu werden - ohne Hektik. Geduld zu haben.

„Aber Träumen ist etwas anderes, als vor sich hinträumen.“

Fische können weder tauchen noch schwimmen. Sie leben unter Wasser. Deshalb ist „können“ auch kein sinnvoller Begriff dafür.

Kinder können nicht spielen. Vielmehr ist das, was wie spielen aussieht, eine Funktion des Gehirns, das in rasender Geschwindigkeit Konzepte entwickelt, um mit dem Körper und der Umwelt zu kooperieren. Diese Konzepte speichern sich in den Myriaden der Nervenverbindungen ab und bilden damit Handlungsgrundlagen.

Das Gehirn kann nicht träumen. Das, was im EEG wie träumen aussieht, ist die Art und Weise, wie es funktioniert. Aber Wissenschaftler nennen diese Funktionsweise öfter mal „tagträumen“ und halten es für den Normalzustand des Gehirns. Ja, so kann man es auch sehen – schafft aber mehr Verwirrung.

Menschen können träumen. Aber erst, wenn sie in der Lage sind, sich aus dem Griff des Gehirns zu lösen. Bis dahin werden sie geträumt.

Sich aus diesem Griff zu befreien könnte man – mit ein bisschen Pathos – „spirituelles Erwachen“ nennen.

Immerhin – träumen lässt sich lernen …

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